Barclaycard Kreditkarte: Wann lohnt sie sich wirklich?

Barclays ist eine Bank mit Sitz in Großbritannien. Unter der eigenständigen Unternehmenseinheit Barclaycard offeriert die Direktbank 3 Kreditkarten. Welche Kreditkarte lohnt sich, wie hoch sind die Kosten und welche Erfahrungen haben Kunden mit der Barclaycard gesammelt? Erfahre all dies hier.

1. Die Kartenmodelle der Barclaycard im Überblick

Die verschiedenen Varianten der Barclaycard sind insbesondere bei Vielreisenden äußerst beliebt. Zurückzuführen ist dies auf das umfangreiche Leistungsspektrum bei gleichzeitig geringen Gebühren. Wie sich jene Parameter detailliert zusammensetzen, wird im weiteren Verlauf dargelegt.

Zunächst einmal die Kreditkarten der Barclaycard im Überblick:

  1. Die Barclaycard Visa
  2. Die Barclaycard Gold Visa
  3. Das Barclaycard Platinum Double
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2. Die Barclaycard Visa

Diese Kreditkarte ist das Einstiegsmodell von Barclaycard. Sie ist der Nachfolger der Barclaycard New Visa und verfügt über einen beträchtlichen Leistungsrahmen.

Für die Beantragung der Barclaycard Visa fallen keine Gebühren an. Vielmehr beträgt die Jahresgebühr 0 EUR. Das bedeutet, ihr Besitz verursacht keine Kosten für dich. Derzeit gibt es ein Angebot. Für die erfolgreiche Erteilung der Kreditkarte erhältst du ein Startguthaben in Höhe von 50 EUR. Das ist keineswegs selbstverständlich. Im Klartext heißt das, dass du die Zahlkarte umsonst bekommst und dir obendrein 50 EUR geschenkt werden. Es existieren keinerlei versteckte Kosten. Du musst lediglich einen Kartenumsatz von 100 EUR in den ersten sechs Wochen nach Erhalt der Karte erzielen und dich in der App oder für das Online-Banking registrieren. Selbstverständlich dient die Offerte dazu, dich als Kunden zu gewinnen und an Barclaycard zu binden. Daran ist zunächst einmal nichts verwerflich.

An dieser Stelle ist die Liste der Vorteile noch lange nicht zu Ende. Darüber hinaus sind Bargeldverfügungen mit der Kreditkarte ohne Entgelt möglich. Es ist irrelevant, in welchem Land auf der Welt du dich befindest. Das Abheben von Bargeld erfolgt tatsächlich immer kostenlos.

Auch Einkäufe tätigst du weltweit gebührenfrei. Kostenlose Kreditkarten mit diesem Feature sind selten. Meist werden Fremdwährungsgebühren erhoben. Nicht so bei der Barclaycard Visa. Schon jetzt wird deutlich, dass sich diese Kreditkarte speziell für Reisen in ferne Länder lohnt.

Die Erfahrungen einer Vielzahl an Touristen belegen, dass Fremdwährungsgebühren enorm hohe Kosten verursachen können. Diese fallen mit der Barclaycard komplett weg. Üblicherweise beträgt der Gebührensatz um die 2 % der Transaktionssumme. Zahlst du deine Unterkunft beispielsweise in thailändischen Baht, kommen 2 % des Umsatzes auf die Rechnung hinzu. Bei 1000 EUR sind es bereits zusätzliche Belastungen von 20 EUR.

Bei Begleichung des Betrags mit der Barclaycard Visa bezahlst du ausschließlich die tatsächliche Summe. Um in den Genuss dieses Vorteils zu kommen, musst du noch nicht einmal verreisen. Du profitierst auch bei Zahlungen in Onlineshops. Erwirbst du beispielsweise einen Artikel aus den USA und zahlst in Dollar, erhältst du den günstigen Umrechnungskurs von Visa ohne die Auferlegung von weiteren Gebühren.

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Ebenfalls so innovativ wie das Leistungsspektrum der Kreditkarte ist die Option des kontaktlosen Bezahlens. Du kannst deine Kreditkarte spielend leicht mit deinem Smartphone oder deiner Apple Watch verknüpfen und über Apple Pay oder Google Pay bezahlen. Bis zu einem Betrag in Höhe von 50 EUR ist dies ohne PIN oder Unterschrift realisierbar. Außerdem sind bis zu drei Zusatzkarten erhältlich. Exemplarisch können sie deine Familienmitglieder oder deine Freundin/dein Freund benutzen. Für diesen Service wird auf die Erhebung von Kosten abgesehen.

Die Abrechnung der Kreditkarte ist gleichermaßen attraktiv. Barclaycard gewährt euch ein ausgedehntes Zahlungsziel, welches bei bis zu 58 Tagen nach der Transaktion liegt.

Barclaycard Screenshot
Barclaycard Screenshot

Im Internet ist von Erfahrungen zu lesen, in denen berichtet wird, dass viele Banken lediglich 5 bis 30 Tage diesbezüglich einräumen.
Besonders wenn du dich auf einer langen Urlaubsreise befindest, ist der weit gefasste Zeitraum äußerst komfortabel. Dir steht genug Zeit zur Verfügung, um deine Finanzen zu ordnen und die Rechnungen zu begleichen. Die Inanspruchnahme von teuren Dispositionskrediten wird vermieden.

Außerdem steht es dir frei, die Zahlplan-Option zu nutzen. Diese Funktion ist bei finanziellen Engpässen empfehlenswert. Beträgt eure monatliche Abrechnung 190 EUR oder mehr, bekommst du die Option, die Summe mithilfe eines zinsgünstigen Kredits zu entrichten. Jenes Merkmal ist einzigartig und macht die Barclaycard Visa so interessant.

Wenn du dieses Instrument nicht nutzen möchtest, musst du aktiv werden. Widerspreche der Teilzahlung online oder telefonisch. Hast du das erledigt, existieren keinerlei Gebühren.

Mit der Neustrukturierung des Kreditkartenangebots wurde zudem eine frühere Schwachstelle der Kreditkarte behoben. Gegenwärtig kannst du einen Lastschrifteinzug erteilen, sodass die Abrechnungssumme monatlich von deinem Referenzkonto abgebucht wird. Diese Methode ist sinnvoll, weil du dadurch Verzugszinsen umgehst.

2.1 Das Wichtigste im Überblick

  1. Gebührenfreie Kreditkarte mit 50 EUR Startguthaben
  2. Weltweit kostenlos Bargeld abheben und in Fremdwährungen bezahlen
  3. Apple Pay und Google Pay
  4. Zahlplan-Option und ausgedehntes Zahlungsziel
  5. Die Erfahrungen von anderen Kunden belegen einen unkomplizierten Beantragungsprozess

3. Die Barclaycard Gold Visa

Diese Kreditkarte ist die Mittelklasse von Barclaycard. Sie liegt zwischen der kostenfreien Visa und dem Premiummodell.

Paradoxerweise ist sie nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Es ist eine Jahresgebühr von 59 EUR zu zahlen. Ob du dafür mehr Leistungen bekommst, wird nachfolgend behandelt.

Jene Kosten musst du jedoch nicht zwangsläufig begleichen. Ab einem Mindestumsatz in Höhe von 3000 EUR jährlich entfallen sie. Bedenke hierbei jedoch, dass deine Ausgaben nicht prognostizierbar sind. Vielleicht verzichtest du nächstes Jahr auf eine große Reise und nutzt die Kreditkarte nur selten. In einer derartigen Konstellation ist die Gebühr zu zahlen. Im ersten Jahr nach der Beantragung gilt das nicht. In diesem Zeitraum ist die Barclaycard Gold Visa gebührenfrei.

Im Gegensatz zur Standardkarte sind Bargeldverfügungen nicht grundsätzlich kostenfrei. Bargeldabhebungen sind ausschließlich innerhalb der Euro-Zone ohne die Entrichtung von Kosten realisierbar. In allen anderen Fällen fallen 1,99 % Fremdwährungsgebühren an. Die genannten Voraussetzungen gelten in gleicher Art und Weise für Umsätze und Transaktionen. Bezahlst du folglich im außereuropäischen Ausland, entstehen zusätzliche finanzielle Belastungen. Das ist ein klarer Nachteil gegenüber der Barclaycard Visa, da den Erfahrungen nach eine Vielzahl an Kunden von diesen unvorhergesehenen Ausgaben überrascht werden.

Der Mehrbetrag von 59 EUR begründet sich mutmaßlich auf das Vorhandensein von Versicherungsleistungen. Bei Erhalt der Kreditkarte profitierst du von 3 Policen. Einer Auslandsreisekrankenversicherung, einer Reiseabbruchkosten-Versicherung sowie einer Reiserücktrittskosten-Versicherung. Wichtig ist, dass hier Fallstricke lauern. Die letztgenannte Versicherung leistet nur, wenn du zur Zahlung der Reise die Kreditkarte eingesetzt hast und bis zu einem Maximalbetrag von 5.000 EUR. Wurde die Rechnung anderweitig bezahlt, verfügst du im Schadenfall über keinerlei Ansprüche.

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Im Gegenzug ist die Auslandsreisekrankenversicherung nicht untrennbar mit dem Karteneinsatz verknüpft und übernimmt alle anfallenden medizinischen Kosten.

In der Gesamtbetrachtung ist jedoch erwähnenswert, dass der Markt deutlich bessere Angebote zur Verfügung stellt. Hinzu kommt bei der hier dargestellten Kreditkarte eine Selbstbeteiligung in Höhe von 20 %, falls die Ursache für den Rücktritt der Reise eine Erkrankung ist. Das ist mitunter der häufigste Grund und daher nicht ideal. Die Basiskarte und der separate Abschluss der diskutierten Versicherungen erscheinen sinnvoller.

3.1 Das Wichtigste im Überblick

  1. Kreditkarte mit einer Jahresgebühr von 59 EUR, die bei einem Mindestumsatz von 3000 EUR im Jahr erlassen wird
  2. Fremdwährungsgebühr in Höhe von 1,99 % bei Zahlungen und Bargeldverfügungen in allen anderen Währungen als dem Euro
  3. Apple Pay und Google Pay
  4. Zahlplan-Option und ausgedehntes Zahlungsziel
  5. Eine Auslandsreisekrankenversicherung, Reiserücktrittskosten-Versicherung und eine Reiseabbruchkosten-Versicherung sind inkludiert
  6. Die Erfahrungen von anderen Kunden belegen einen unkomplizierten Beantragungsprozess

4. Das Barclaycard Platinum Double

Das Barclaycard Platinum Double zählt zu den besten Kreditkarten für Menschen, die gerne reisen.

Wenn du dich für das Angebot interessierst und die Jahresgebühr in Höhe von 99 EUR in Kauf nimmst, erhältst du gleich zwei Kreditkarten. Eine Visa sowie eine Mastercard. Das Double vereint alle Anforderungen, die Vielreisende benötigen. Führst du die beiden Karten in deinem Portemonnaie mit, so wirst du an nahezu jedem Ort der Welt problemlos an Bargeld gelangen. Die Verfügungen sind nicht nur in Deutschland oder in der Euro-Zone, sondern weltweit gebührenfrei. Die Landeswährung spielt hinsichtlich der Kosten ebenfalls keine Rolle. Erfahrungen bei der Anforderung von Cash Fremdwährungsgebühren auferlegt zu bekommen, gehören der Vergangenheit an.

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Darüber hinaus zahlst du bei Transaktionen in jeglichen Währungen keine zusätzlichen Gebühren. Bei der Barclaycard Gold Visa werden bei Zahlungen in Fremdwährungen beispielsweise 1,99 % des Umsatzes zusätzlich berechnet. Mit dem Platinum Double sparst du dir die Kosten. Ein weiterer Bonus gegenüber den vorherigen Modellen ist die Mastercard. Mastercard bietet einen geringfügig besseren Umrechnungskurs als Visa. Die Differenz ist zwar marginal, bietet aber dennoch Sparpotenzial.

Im Vergleich der dargelegten Aspekte gewinnt das Barclaycard Platinum Double sogar gegen die renommierte und teurere American Express Gold Card.

Besonders relevant sind die umfangreichen Versicherungsleistungen der Kreditkarte. Sie bietet eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung, eine Auslandsreisekrankenversicherung sowie eine Reiserücktrittskosten-Versicherung.

Die zuletzt genannte Police wartet mit einer beträchtlichen Deckungssumme von 10.300 EUR pro Schadenfall auf. Außerdem greift die Versicherung auch dann, wenn nicht du selbst, sondern deine mitreisenden Familienmitglieder von der Reise zurücktreten müssen. Sofern du viele Angehörige hast, profitierst du in hohem Maße von dem Versicherungsschutz. Benötigst du im Urlaub einen Mietwagen, ist dieser mit einem Vollkaskoschutz in Höhe von 100.000 EUR als auch einer Haftpflicht-Versicherung bis zu 1 Million EUR abgesichert. Damit umgehst du den teuren Vertragsabschluss bei der Autovermietung und sparst Geld.

Denke daran, dass die Versicherung nur greift, wenn du das Fahrzeug mit dem Platinum Double buchst.

Erwähnenswert ist überdies, dass für die Auslandsreisekrankenversicherung und die Mietwagen-Vollkaskoversicherung keine Selbstbeteiligung anfallen. Das ist nur bei der Reiserücktrittskosten-Versicherung der Fall. Der Betrag variiert zwischen 100 EUR und 20 % des Schadens.

Zusätzlich in der Jahresgebühr inklusive ist eine Schutzversicherung für Waren bis 90 Tage nach dem Einkauf, eine Rückkauf-Garantie für bis zu 24 Monate zum Fixpreis sowie eine Garantieverlängerung beim Kauf von Haushaltsgeräten. Im Regelfall sind diese Leistungen nur für die wenigsten Personen relevant. Kaufst du viel im Internet, lohnt sich ein prüfender Blick auf die Vertragsbedingungen.

Wer bereits Erfahrungen mit Bonusprogrammen gesammelt hat, wird mit dem Barclaycard Platinum Double womöglich nicht glücklich werden. Ein solches existiert nämlich nicht.

4.1 Das Wichtigste im Überblick

  1. Kreditkarte mit einer Jahresgebühr von 99 EUR
  2. Weltweit kostenlos Bargeld abheben und in Fremdwährungen bezahlen
  3. Apple Pay und Google Pay
  4. Zahlplan-Option und ausgedehntes Zahlungsziel
  5. Eine Auslandsreisekrankenversicherung, Reiserücktrittskosten-Versicherung, eine Reiseabbruchkosten-Versicherung sowie eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung sind inkludiert
  6. Die Erfahrungen von anderen Kunden belegen einen unkomplizierten Beantragungsprozess

5. Fazit

Mit einer Kreditkarte von Barclaycard bist du für alle Lebenslagen gut gerüstet. Die Barclaycard Visa ist nicht nur gebührenfrei, sondern erhebt auch keine Kosten für Zahlungen oder Bargeldverfügungen. Neben dem mobilen Bezahlen unterstützt die Kreditkarte flexible Zahlungsoptionen und gibt bezüglich des Zahlungsziels der Kreditkartenabrechnung viel Spielraum.

Die Barclaycard Gold Visa ist ab einem Mindestumsatz von 3000 EUR jährlich ohne Entrichtung von Entgelt zu bekommen. Ansonsten sind 59 EUR pro Jahr fällig. Leider sind unter Umständen Fremdwährungsgebühren zu zahlen, die in monetärer Hinsicht nicht durch die beinhalteten Versicherungen kompensiert werden.

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Das Premiummodell, das Barclaycard Platinum Double, ist eine der besten Kreditkarten auf dem Markt. Die Kombination aus Visa und Mastercard eröffnet insbesondere Vielreisenden jegliche Optionen. Weltweit kostenlose Zahlungen und Bargeldverfügungen sowie umfangreiche Versicherungsleistungen machen den Urlaub zum Genuss. Die Kosten in Höhe von 99 EUR im Jahr sind gegenüber vergleichbaren Kreditkarten gering.

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